Vom Chaos zum Projekt – Ideenmanagement für Scanner und kreative Chaoten

Vom Chaos zum Projekt – Ideenmanagement für Scanner und kreative Chaoten

Kennst du das:

In deinem Kopf schwirren tausende von Ideen. Voller Motivation gehst du all deine Projekte an, tüftelst hier ein wenig, schraubst dort etwas herum, probierst aus und lässt dich von deinem Flow und deiner Begeisterung tragen – ein herrliches Gefühl!

Aber irgendwo unterwegs, du weißt gar nicht genau warum, geht dir die Puste aus. Die Aufgaben, die sich zu Beginn noch so leicht und freudig angefühlt hatten, werden nun immer mühsamer. Es fällt dir schwerer, dich zu motivieren und dranzubleiben und heimlich fragst du dich, was du dir eigentlich dabei gedacht hast, diese Projekte überhaupt zu starten.

Zieht man dann klassische Ratgeber zum Projektmanagement zu Rate, liest man immer wieder Sätze wie “fokussiere dich auf eine Sache”, “eins nach dem anderen”, “mach erst das eine fertig und geh dann zum nächsten Punkt über”…

WAS? Ich soll mich für nur EINE Sache entscheiden? Was bei anderen Menschen vielleicht gut und sinnig sein mag, kann in uns Scannern und kreativen Chaoten regelrechte Panik auslösen. Wir können und wollen keine unserer wunderbaren Ideen aufgeben und doch ist die Gefahr, sich zwischen all den tollen Projektideen zu verlieren und zu verzetteln groß.

 

Wie kann es uns aber trotzdem gelingen, die Dinge im Blick zu haben und an unseren Herzensprojekten dranzubleiben?

Hier ist kreatives Ideenmanagement gefragt.

Dabei gehe ich in sechs Schritten vor:

 

Schritt 1: Ideen aufnehmen und festhalten

In diesem Schritt geht es zunächst einmal darum, JEDE kreative Idee, die durch unseren Kopf rauscht, festzuhalten. Oft verwerfen wir eine Idee viel zu früh und so manch guter Gedanke, der sich am Anfang vielleicht noch unrealistisch anfühlt, kann später zu einem tollen Projekt werden. Erlaube dir also, ALLE deine Ideen zu sammeln.

Wie, wo und mit welchen Tools du deine Ideen am besten sammeln kannst, verrate ich dir in DIESEM Blogartikel.

 

Schritt 2: Ideen ablegen und einsortieren

Du hast nun also deine Ideen gesammelt und aufgeschrieben. Und vielleicht geht es dir ja so wie mir… Bei mir fliegen die Ideen an den möglichsten und unmöglichsten Orten durch die Gegend.

Post Its, Schmierzettel, Notizbücher, Handynotizen, Online-Tools… je nachdem, wo die Muse dich küsst, finden sich deine Ideen an den unterschiedlichsten Orten wieder.

In Schritt 2 geht es nun darum, deinen wild durcheinander gewürfelten Notizen einen festen Platz zukommen zu lassen, an dem sie sich weiter ausbreiten und entfalten können.

Ob du hier nun mit Online-Tools, Stift und Papier, kreativen Systemen oder einer Mischung aus allem arbeitest… wichtig ist, dass du dir eine Struktur erschaffst, in der du deine Gedanken und Ideen wiederfindest, egal wann und wo du sie notiert hast.

Wie meine aktuelle Struktur dafür aussieht, verrate ich dir in DIESEM Artikel.

 

Schritt 3: Ideen auswählen und in konkrete to-do´s verwandeln

Nicht jede Idee, die uns durch den Kopf rauscht, muss zwangsläufig auch in einem konkreten Projekt münden.

In Schritt 3 geht es zunächst darum, aus der Vielzahl deiner Ideen diejenigen auszuwählen, aus denen du ein konkretes Projekt werden lassen willst.

Ich empfehle hier, möglichst nicht mehr als max. 6 Projekte gleichzeitig offenzuhaben.

Wir Scanner sind zwar gut in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu managen, aber bei zu vielen offenen Tasks im Kopf (und auf der to-do-Liste) ist die Gefahr des Verzettelns doch recht groß.

Wähle also nun aus deiner Liste 1 bis maximal 6 Projekte aus, an denen du konkret weiterarbeiten willst.

Als nächstes beginnst du nun, aus deinen ausgewählten Ideen konkrete Handlungsschritte abzuleiten.

 

Hier nutze ich für mich unter anderem das System des “Flowcharts” bzw. der Rückwärtsplanung. Dazu stelle ich mir zu jedem Projekt folgende Fragen:

– kann ich das Ziel heute schon erreichen?

– wenn nein, was braucht es dafür?

– kann ich dieses Zwischenziel schon heute erreichen?

– wenn nein, was braucht es dafür?

 

Auf diese Art und Weise gehe ich vom Ziel aus immer weiter rückwärts im Projekt, bis ich zum ersten Punkt komme, den ich heute schon direkt umsetzen kann.

Wenn du wissen willst, welche Techniken und Vorgehensweisen mir noch helfen, aus meinen Ideen konkrete Projektpläne zu entwickeln, dann lies mal HIER vorbei.

 

Schritt 4: Den “Hänger” austricksen und dranbleiben

Schritt 4 ist wohl einer der wichtigsten Schritte, wenn es darum geht, ein Projekt erfolgreich voran zu bringen.

Wir alle kennen diese Phasen, in denen wir das Gefühl haben, es geht nicht voran. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, haben einen richtigen Durchhänger und sind manchmal kurz davor, unser Projekt wieder aufzugeben.

Hier kommt nun die Kunst des Dranbleibens ins Spiel. Eine gute Idee und ein funktionierendes System reichen meistens nicht aus. Spätestens wenn die ersten Zweifel und Hindernisse auftauchen, wird dein Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt. Doch erst das Dranbleiben lässt aus deiner Idee ein vollendetes Projekt werden. Es lohnt sich also, durchzuhalten.

Meine besten Dranbleib-Tipps habe ich in DIESEM Artikel für dich zusammengestellt.

 

Schritt 5: Ideen und Projekte abschließen und archivieren

Im letzten Schritt geht es nun darum, deine Projekte abzuschließen und zu beenden.

Wichtig an diesem Punkt ist, dass du für dich selber weißt, WANN ein Projekt als abgeschlossen gilt. Bei einigen Projekten, wie z.B. dem Schreiben eines Blogartikels, ist dies recht einfach – der Artikel ist fertig, wenn der Artikel fertig ist.

Bei anderen Punkten, wie z.B. der Gestaltung deiner Homepage, wird es da schon schwieriger, denn an Homepages ist ja bekanntlich immer etwas zu tun.

Hier hilft es mir oft, mir kleine Meilensteine und Zwischenziele zu setzen, die ich erfolgreich abhaken kann. Am Beispiel der Homepage könnten das z.B. sein: Blogseite eingerichtet, Opt-In-Formular installiert, über-mich-Seite geschrieben usw.

Schaffe dir klare Ziele und Teilziele. Nur wenn du weißt, wann ein (Teil-)Projekt für dich beendet ist, hast du ein klares Ziel, auf das du hinarbeiten kannst.

Mehr Informationen dazu, wie du ein Projekt für dich beenden und später auch archivieren kannst, findest du HIER.

 

Schritt 6: Erfolge feiern

“Ja, ja…” wirst du jetzt vielleicht denken, “Erfolge feiern… das hab ich schon so oft gehört…”.

Kann sein, aber mal ehrlich… wie oft hast du das wirklich schon gemacht?

Mir persönlich geht es jedenfalls oft so, dass ich nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt zwar froh bin und mich freue, mich aber viel zu oft dann gleich wieder in das nächste Projekt stürze.

Wirklich Zeit, um den Erfolg zu genießen und zu feiern, nehme ich mir nur sehr selten. Dabei sind es gerade diese kleinen und großen Erfolge, die uns motivieren, weiterzumachen und dranzubleiben.

Nimm dir also die Zeit, gönn dir etwas Schönes und feiere deinen Erfolg ganz bewusst.

 

Hier nun noch einmal alle sechs Schritte für dich in der Zusammenfassung:

Schritt 1: Schreibe ALLE deine Ideen auf und halte sie fest

Schritt 2: Sortiere deine Ideen und lege sie in einem für dich funktionierenden System ab

Schritt 3: Wähle eine bis maximal sechs Ideen aus und leite aus ihnen konkrete to-do´s und            Handlungsschritte ab

Schritt 4: Bleib dran !

Schritt 5: Lege ein klares Ende und Ziel für deine Projekte fest und bringe dein Projekt bis zu       diesem Ende.

Schritt 6: Feiere deine Erfolge

 

Wie gehst du mit den vielen Ideen im Kopf um?

Haben meine Tipps dir geholfen? Oder hast du vielleicht noch andere Ideen dazu?

 

Dann lass mich dies gerne wissen und hinterlasse mir hier einen Kommentar oder schick mir eine Mail an info@sandra-reekers.com

 

Und nun los… deine Projekte warten auf dich… !

Also leg los und bleib dran ! 🙂

 

Deine